Über uns

Mit einer gynäkologischen Krebsdiagnose beginnt für Betroffene und deren Angehörige eine Zeit voller Fragen und Unsicherheiten. Die Erkrankung wirkt sich auf viele Aspekte des täglichen Lebens aus, beeinflusst die Aktivitäten im Alltag und verursacht starke Emotionen bei allen Beteiligten.

Gerade gegenüber Angehörigen oder engen Freunden haben Krebspatienten oft Bedenken, ehrlich ihre Gedanken und Gefühle zu äussern, Verzweiflung und Schwäche einzugestehen. Manche Themen sind ihnen auch einfach peinlich.

Tumore im Genitalbereich der Frau sind leider heute noch ein Tabu-Thema. Diese Krankheiten kommen meist überraschend und beeinträchtigen oft nachhaltig die Lebensqualität. Da diese Tumore nicht so häufig sind und darüber in der Bevölkerung wenig darüber bekannt ist, fühlen sich Betroffene meist allein mit ihren Ängsten und Problemen. Beeinträchtigtes Sexualleben, Schmerzen wie auch Einschränkungen im einfachen Alltag sind Gemeinsamkeiten dieser Erkrankungen und bedürfen einer besonderen Einfühlsamkeit und Unterstützung.        

Deshalb haben wir uns entschlossen, ElleHELP – einen Verein für gynäkologische Krebsarten, zu gründen. Hier kann eine gute Aufklärung und der Austausch mit Menschen, die ebenfalls an Krebs erkrankt sind, befreiend wirken. Zu sehen, dass andere Patienten oft ähnliche Erfahrungen machen und die eigenen Ängste und Sorgen teilen, zeigt: Ich bin nicht allein, meine Gedanken und Gefühle sind ganz normal – und es lohnt sich zu kämpfen.

 

 

Zweitmeinung

Viele Krebspatientinnen sind nach der Diagnosestellung verunsichert, vor den Kopf gestossen und haben den Wunsch eine zweite Meinung einzuholen. Eine Zweitmeinung durch eine/n Expertin/en kann vieles verändern, Gewissheit geben. Auch Krankenkassen schätzen in der Regel die zweite Meinung.

Sollte die Zweitmeinung nicht der Erstmeinung entsprechen, wird durch den Experten Kontakt mit dem behandelnden Arzt aufgenommen. Eine Zweitmeinung kann jederzeit auch während einer laufenden Behandlung eingeholt werden. Wir von elleHELP beraten und unterstützen Sie gerne und sind Ihnen behilflich bei der Suche einer/s Expertin/en

 

 

ElleHELP in den Medien

Erfahrungsbericht: «Bei einem so heiklen Eingriff vertraut man sich nicht jedem Arzt an.» (Artikel lesen)
Die Erstbehandlung ist ganz entscheidend. Mehr Infos
Eierstockkrebs könnte bei Früherkennung heilbar sein. (Artikel lesen)
Der tabuisierte Krebs der Frau. (Artikel lesen)
Familiäre Risiken gehäuft (Artikel lesen)

 

Vorstand ElleHELP

Im Februar 2018 haben Betroffene, Interessierte und engagiertes Fachpersonal den Verein «ElleHELP» gegründet, der von Tumorzentren und der Krebsliga Schweiz unterstützt wird. Gründungsort ist Luzern.

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Präsident

Prof. Dr. Andreas Günthert leitet seit Juli 2018 die gyn-zentrum ag. Davor war er als Chefarzt am Luzerner Kantonsspital und leitete dort das Gynäkologische Tumorzentrum. Er absolvierte seine Ausbildung zum Gynäkoonkologen an der Universität Göttingen und am Inselspital der Universität Bern. Neben jahrzehntelanger klinischer Forschung im Bereich Gynäkoonkologie beschäftigt er sich insbesondere auch in gesundheitspolitischen Gremien mit der Qualitätssicherung zur besseren Versorgung von Patientinnen.

Zitat: “Mir ist es enorm wichtig, dass die Patientin von heute die bestmögliche Versorgung erhält und die von morgen eine noch bessere. Ich habe dabei fast immer das Gefühl zu wenig getan zu haben und suche danach, was wir noch besser machen können. Dabei leiten mich die Rückmeldungen meiner Patientinnen.“

www.gyn-zentrum.ch

 

Publikationen: 
Schweizer Zeitschrift für Onkologie 5/2018:
Erhaltungstherapie mit Niraparib beim rezidivierten Ovarialkanzinom

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Vize-Präsidentin

Prof. Dr. Viola Heinzelmann ist Gesamtleiterin der Frauenklinik, Chefärztin der Gynäkologie/Gyn. Onkologie und Leiterin des Gynäkologischen Tumorzentrums des Universitätsspitals Basel. Ihre Ausbildung zur Gynäkoonkologin hat sie am Universitätsspital Zürich und am Gynaecological Cancer Centre/Royal Hospital for Women in Sydney (Australien) erhalten. Seit ihrem Lehrstuhlantritt (2013) leitet sie die «Ovarian Cancer Group»-Forschungsgruppe am DBM der Universität Basel.

Zentrale Anliegen sind ihr die direkte Versorgung der Patientinnen ebenso wie der Ausbau des Studienangebotes. Sie engagiert sich für die Aus- und Weiterbildung gerade auch junger Wissenschaftlerinnen und ist in der Gesundheitspolitik aktiv. Zitat: “Dass jede Patientin hoch kompetent, nach neuestem wissenschaftlichen Erkenntnisstand und ebenso freundlich, einfühlsam und persönlich betreut wird, ist mir ein Anliegen. Die Verbindung zwischen hochspezialisierter Medizin und herzlicher Betreuung in einem kompetenten, konstanten und empathischen Team darf kein Widerspruch sein.“

Website Gynäkologisches Tumorzentrum

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Vorstandsmitglied

Catherine Pilet ist seit über 10 Jahren selbständig erwerbend und fasziniert von den vielfältigen Möglichkeiten im Kontakt mit Menschen. Nach ihrer Ausbildung an der Hotelfachschule Lausanne war sie lange Jahre im Hotelfach und Tourismus im In- und Ausland tätig. Sie erwarb sich Fähigkeiten im Marketing, Fundraising und Rechnungswesen.

Frauen werden durch die Diagnose einer gynäkologischen Krebsart geschockt und völlig aus ihrer Bahn geworfen. Es ist wichtig, diesen Frauen beizustehen, damit sie allmählich wieder zu sich selber finden. ElleHELP will in dieser schweren Zeit unterstützend wirken, damit die Betroffenen ihre Selbstsicherheit und Lebensfreude wieder finden. Zitat: "In der heutigen Zeit finde ich es wichtig, sich persönlich zu engagieren. Die Arbeit bei ElleHELP ist für mich zu einer Herzensangelegenheit geworden, denn ich kann meine beruflichen Erfahrungen einbringen und mich für Frauen in schwierigen Lebensphasen einsetzen."

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Vorstandsmitglied

Heidy Vetter war während vielen Jahren Chefsekretärin und Leiterin des Sekretariats der Frauenklinik am Luzerner Kantonsspital in Luzern. Seit Januar 2019 arbeitet sie als Senior Administrator im gyn-zentrum Luzern. Sie ist überzeugt, dass durch einen Austausch der Betroffenen die Selbsthilfe verstärkt werden kann. Gehen die Patientinnen vom Spital nach Hause, sind sie alleine, in einer neuen Rolle, in einer Umwelt, welche anders auf sie reagiert. Durch ElleHELP haben sie die Möglichkeit, sich auszutauschen, Erfahrungen und Tipps zu Wissensquellen zu erhalten und weiterzugeben. Auch ist sie davon überzeugt, dass durch das Anbieten von gezielten Vorträgen die Verbindung zwischen Spezialisten und Patientinnen gefestigt wird. Dadurch können viele, auch nicht naheliegende, Unterstützungs- und Therapiemöglichkeiten aufgezeigt werden. Zitat: "Mir ist es sehr wichtig, dass die Patientinnen sich gut informieren können, sich gegenseitig austauschen und so den grössten Nutzen für sich selbst schaffen können. Die Plattform ElleHELP soll helfen, sich verstanden und getragen zu fühlen."

 

 

Jahresberichte

2018